Willkommen bei der Zukunftswerkstatt Herzberg am Harz!

Zukunftswerkstatt lud zum 10. traditionellen Fest im Park

Schon zum zehnten Mal veranstaltete die Zukunftswerkstatt Herzberg am vergangenen Freitagnachmittag das bei Jung und Alt beliebte „Fest im Park“ im Domeyer-Park. Gut beraten waren die Besucherinnen und Besucher, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad gekommen waren. Für sie gab es keine Probleme bei der Parkplatzsuche. Bei dem bunten Kinder- und Familienfest kamen von 14.00 bis gegen 17.00 Uhr alle auf ihre Kosten. Bei Kaffee und Kuchen genossen die Erwachsenen das musikalische Angebot des Herzberger Blasorchesters, das inzwischen den Titel „Deutscher Meister Blasorchester (Konzertwertung)“ erhalten hat (wir berichteten). Unter dem Titel „Überschall“ bot das Orchester unter anderem „Musik aus dem Weltraum“ wie SF-Filmmusik und die Jupiter-Hyyymne von Gustav Holst. Während man bei der Trommelgruppe Miamaba mitmachen konnte, unterhielt die Gale-Band (eine Flüchtlingsband aus Herzberg) die Gäste mit flotten Melodien. Zu den angebotenen nationalen und internationalen Leckereien und Snacks zählten unter anderem Pizza-Spezialitäten aus dem Lehmofen, Gegrilltes, Spezialitäten vom Team des Alevitischen Kulturvereins, ein großes Kuchenbuffet, leckere alkoholfreie Cocktails von der Lebenshilfe und kühle Erfrischungsgetränke vom VfL 08 Herzberg. Für die Kinder und Jugendlichen gab es ein breites Spektrum an kreativen Mitmach-Angeboten. Unter anderem konnten sie unter Anleitung malen, Papierperlenketten basteln, Pony reiten, sich schminken lassen, Riesenseifenblasen pusten, Torwandschießen und vieles mehr. Bei den Vorführungen des Zauberers Hermann kamen die Kinder aus dem Staunen nicht raus. Die Lebenshilfe bot bunte und leckere alkoholfreie „Drinks“ an. Weiterhin trugen der VfL Herzberg, der HSV Fan-Club und der Alevitische Kultur-Verein als Kooperationspartner tatkräftig und engagiert mit ihren Angeboten zum Gelingen des Festes bei. Ob beim kleinen Kinderkarussell, bei den Luftballonfiguren, – überall bildeten sich längere Warteschlangen. Hier mussten die Kinder (und Eltern) mehr oder weniger geduldig warten, bis sie an der Reihe waren. Besonders freuten sich die Organisatoren von der Zukunftswerkstatt, dass sich vom Verein betreute Flüchtlinge und Migranten unter die Besucher mischten und nicht unter sich blieben. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern hat die Zukunftswerkstatt wieder bewiesen, dass sich viele Besucher/innen bei einer Veranstaltung, die mit Engagement und Ideenreichtum geplant und durchgeführt wird, richtig wohl fühlen und das auch zum Ausdruck bringen. Als kurz vor 17.00 Uhr die Besatzung des DRK-Rettungsfahrzeugs wegen des unmittelbar bevorstehenden Unwetters bei starken Windböen und pechschwarzem Himmel keine Verantwortung mehr übernehmen konnte, brachen die Organisatoren die Veranstaltung sofort ab und forderten die Anwesenden auf, nach Hause zu fahren oder zu gehen. Wer beim Abbau von dem einsetzenden Starkregen überrascht wurde, konnte sich im Jugendzentrum und VfL-Sportlerheim in Sicherheit bringen. Für die Besucher, die rechtzeitig ins Trockene gekommen waren, war es trotzdem wieder ein gelungenes Fest. Der Dank der Organisatoren gilt neben den Ehrenamtlichen auch dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ für die Unterstützung.

 

Foto und Text: Beier, Harzkurier
 

Projekt „Engagierte Stadt“ hat sich weiterentwickelt

Foto: Beier

Directorin der Bertelsmann-Stiftung kam zum Lernbesuch

 

Mitglieder der Herzberger Zukunftswerkstatt unterstützt von zahlreichen Herzberger/innen haben in den vergangenen Monaten das geförderte Projekt „Engagierte Stadt“ wieder ein Stück weitergebracht. Um sich über die Entwicklung und die Fortschritte dieses Prozesses vor Ort zu informieren, besuchte die Directorin der Bertelsmann-Stiftung und Komitee-Mitglied Bettina Windau am vergangenen Montag die Stadt Herzberg. Begleitet wurde sie von der Projektmanagerin Anna-Lena Strakeljahn. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Lutz Peters und Wolfgang Drebing-Bachmann, dem 1.Vorsitzenden der Zukunftswerkstatt, stellte Lena Schaumann in einer interaktiven Präsentation eine Vielzahl von Einzelprojekten im Rahmen der „Engagierten Stadt“ vor. Besonders interessiert zeigte sich Bettina Windau an der Umsetzung der vor Monaten geplanten Aktivitäten und an neu konzipierten Tätigkeitsbereichen. Ihre Fragen zielten unter anderem auf die wichtigsten Entwicklungen und insbesondere auf die Unterstützung und Mitsprache engagierter Mitbürger/innen ab. Einen wichtigen Stellenwert nahmen auch die Kooperation mit Rat, Verwaltung und hiesigen Unternehmen ein. Im Gespräch wurden Bettina Windau auch sonstige neue Aspekte in der Stadt Herzberg vorgestellt, die als relevant für das Projekt „Engagierte Stadt“ erkannt wurden. Anhand von Beispielen stellte Lena Schaumann weitere Einzelthemen vor, die von den Arbeitsgruppen „Aktivitäten“, „Innenstadt“ und „Flüchtlingshilfe“ bearbeitet werden. Dabei geht es unter anderem um die Abfederung des demographischen Wandels, die Belebung der Innenstadt, mögliche Verhinderung der Abwanderung junger Menschen und das Knüpfen von Kontakten sowie die Bildung von Netzwerken, mit Vereinen, Kirchen und sozialen Organisationen. bei.

Fotos: Beier

Vom Sprachkurs an die Uni: Junge Flüchtlinge lernen schnell

Die Sprachschüler zusammen mit den Herzberg Gymnasiasten und ihren Förderern. Foto: Herma Niemann

 

In Zusammenarbeit mit der Zukunftswerkstatt und gefördert vom Rotary Club werden am Herzberger Gymnasium sehr erfolgreich Deutschkurse für Asylbewerber veranstaltet.

 

Die fremde Sprache ist in der Regel eine der größten Hürden, die Asylbewerber nach ihrer Ankunft in Deutschland nehmen müssen, um sich in die Gesellschaft integrieren zu können Sprachkurse sollen dabei helfen, die Ankömmlinge für einen erfolgreichen Start ins neue Leben vorzubereiten. Seit November des vergangenen Jahres werden auch im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMAG) solche Kurse für jugendliche Flüchtlinge veranstaltet. Und der Erfolg gibt den Organisatoren Recht: Eine ehemalige Schülerin beginnt demnächst ihr Studium in Göttingen. „Die Schüler sind hochmotiviert und wollen viel lernen“, schwärmt Volker Stichnoth, einer der Sprachlehrer. „Wir schaffen es, in einem halben Jahr zwei Sprachkursniveaus zu bewältigen“. Normalerweise benötige man für ein Lehrbuch ein ganzes Jahr. „Die Schüler werden gefördert, aber auch gefordert“, so der ehemalige Lehrer weiter. Am EMAG werden die Jugendlichen jedoch nicht nur in der deutschen Sprache unterrichtet, sondern können sich gleichzeitig in den normalen Schulalltag einfügen und soziale Kontakte knüpfen. Die Jugendlichen, überwiegend im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, besuchen vormittags den normalen Schulbetrieb des Gymnasiums und können Kontakte zu ihren Jahrgangskollegen knüpfen. Sie bekommen auch Hausaufgaben auf. Nur während der Zeit der Sprachkurse werden sie separat von den Lehrern – neben Stichnoth sind das Margret Klinger und Klaus Neumann – unterrichtet. In den Gruppen würde individuell gearbeitet und sich an den jeweiligen Fertigkeiten und Fähigkeiten jedes einzelnen orientiert, erläutert Wolfgang Drebing-Bachmann, der Vorsitzende der Zukunftswerkstatt. „Es ist ein Netzwerk, was sich hier gerade bildet und den Jugendlichen das erste Rüstzeug mitgibt“, sagt er. Schulleiterin Brigitte Götz bestätigt dies: „Wir alle in der Schule profitieren von dieser Kooperation. Die Schüler sind nicht isoliert und können das Gelernte sofort in den Pausen praktisch umsetzen. Es ist ein Miteinander auf Augenhöhe und eine Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt sie.Die Kurse, die noch bis zu Beginn der Sommerferien von Montag bis Donnerstag vormittags in den Räumen des Gymnasiums stattfinden, sind eine Kooperation der Schule und der Herzberger Zukunftswerkstatt, finanziell unterstützt vom Rotary Club Bad Lauterberg Südharz. Mehr als 4 000 Euro hat der Verein für Aufwandsentschädigungen der drei Lehrer, für Bücher, Ausflüge sowie die benötigten Schulmaterialien zur Verfügung gestellt. Dr. Stephan Flindt, der Präsident
des Rotary Clubs, lobt das Projekt: „Es funktioniert hervorragend und ist nicht so anonym wie in anderen Kursen, hier ist gleich das praktische Leben mit dabei. Wir sind sehr froh, dass wir uns dieses Projekt zur Unterstützung ausgesucht zu haben“. hn

 

„Aus: HarzKurier, Tageszeitung für den Landkreis Osterode, Ausgabe vom 9. April 2016“

 

3. Offene Veranstaltung der Engagierten Stadt

Aller guten Dinge sind drei. Nach diesem Grundsatz hatte die Zukunftswerkstatt zum dritten Treffen im Rahmen des Projektes „Engagierte Stadt“ in die Cafeteria der Seniorenresidenz Stiemerling eingeladen. Am vergangenen Mittwochabend trafen sich dort nicht nur engagierte Bürger/innen, die an den Vorveranstaltungen teilgenommen hatten, sondern auch „neue“ Interessenten.

 

Nach der Begrüßung und Einführung in die Thematik durch den Vorsitzenden der Zukunftswerkstatt, Wolfgang Drebing-Bachmann, wurden die in den vorausgegangenen Treffen von Arbeitsgruppen erarbeiteten Ideen zusammengefasst vorgestellt. Mitglieder der vier AG berichteten dabei auch über Ergebnisse von zwischenzeitlichen Gesprächsrunden der Gruppen. Eine lange Ideenliste stellte unter anderem Lena Schaumann als Arbeitsergebnis ihrer Arbeitsgruppe „ Integration von Neubürgern“ vor. Erfreuliche Erfolge in der Zusammenarbeit mit Vereinen konnte sie bereits mit dem VfL 08 Herzberg, dem TTC und dem Tambour Corps Herzberg verzeichnen. Als praktikable Ideen nannte sie gemeinsames Koches und gemeinsame Stadterkundungen mit Flüchtlingen, Schnuppertage für Neubürger bei Herzberger Firmen und andere Vorhaben. Nicht ganz so erfolgreich war Wolfgang Drebing–Bachmann bei Recherchen zum Thema „Jugend“. So schilderte er seine negativen Erlebnisse bei einem abendlichen Versuch, mit Jugendlichen in der Hauptstraße in Kontakt zu kommen, um ihre Wünsche und Sorgen kennen zu lernen. Hier habe es wohl früher Fehlentwicklungen gegeben, konstatierte er. Es besteht häufig bei Veranstaltungen die Gefahr, dass viel geredet wird – und nichts kommt dabei heraus, stellte Moderator Anton Antons fest. Jetzt sei die Zeit gekommen, an der Umsetzung der Ideen zu arbeiten. Dazu stellte er einen von ihm auf der Basis der Arbeitsergebnisse zusammengestellten Plan vor. Dieser enthielt unter anderem einen gemeinsamen Rundgang entlang der „Wasser-Acht“, Kochen mit Syrer/innen, Besichtigung von Spielplätzen mit jungen Eltern, Fußball für jedermann und „Herzberger Samstage“ unter Einbeziehung von Vereinen und Jugendlichen. Auch die Ideen, wie man die Schaufenster leerstehender Geschäfte sinnvoll und attraktiv nutzen könne, wurden aufgenommen. Auf diesem Weg werden Besitzer von leerstehenden Geschäften gebeten – sofern sie mit einer sinnvollen und auch für die Immobilie positiv werbenden Nutzung der Schaufenster einverstanden sind – sich mit der Zukunftswerkstatt in Verbindung zu setzen. Wolfgang Drebing-Bachmann wird dann den Kontakt zur jeweiligen Arbeitsgruppe herstellen. Interessant könnte die „besondere“ Schaufensternutzung sein für Wirtschaftsunternehmen, Schulen und Vereine, so Wolfgang Drebing-Bachmann. Die Zukunftswerkstatt werde gerne steuernd mitarbeiten. Die Mitglieder der Gruppen, die sich seit der 2.Veranstaltung mehrfach getroffen haben, bat er, jetzt aktiv zu werden und ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Dabei seien Wünsche einzelner im Interesse der Gemeinschaft unter Berücksichtigung des demografischen Wandels nach dem Motto „Pro Herzberg“ und nicht „Pro Mich“ zurückzustellen. Außerdem bat Wolfgang Drebing-Bachmann Unternehmen, Organisationen und auch Personen des öffentlichen Lebens um Kooperation im Interesse der Stadt und ihrer Bewohner/innen, wenn sie von engagierten Bürger/innen – Gruppen angesprochen werden. Nach einer schöpferischen Schaffenspause wird die Zukunftswerkstatt wieder zu einem Treffen einladen. Bis dahin sind weiterhin neue „Mitmacher/innen“ (auch ohne Mitgliedschaft im Verein) jederzeit willkommen.

 

Foto und Text: Beier, Harzkurier

 

Aus der Jahreshauptversammlung der Zukunftswerkstatt

Der Gesamtvorstand der Zukunftswerkstatt Herzberg e.V. mit Wolfgang Drebing-Bachmann, Gesine Langenkamp, Helga Mädrich und Lena Schaumann (v.l.).

An der Jahreshauptversammlung der Zukunftswerkstatt Herzberg e.V. am vergangenen Freitagabend nahmen diesmal nur wenige Mitglieder teil. In seinem Bericht konnte der 1. Vorsitzende Wolfgang Drebing-Bachmann viel Positives und Interessantes über die Tätigkeiten im Jahr 2015 aufzeigen. 242 Veranstaltungen wurden von der Zukunftswerkstatt initiiert oder begleitet. Außerdem wurden 1.200 Lehrerstunden ehrenamtlich von Mitgliedern geleistet, so Wolfgang Drebing-Bachmann. Bis Ende 2015 erleichterten zahlreiche ehrenamtliche Helfer/innen rund 200 Flüchtlingen und Neubürgern das Einleben in Herzberg. Beim Aufzählen der Projekte freuten sich die Anwesenden über Vielfalt und Umfang der Vorhaben. Immerhin 65 ehrenamtliche Helfer/innen konnten bis Ende 2015 für die Flüchtlingsarbeit aktiviert werden. Hohe Stellenwerte hatten unter anderem die Projekte „Über den Tellerrand schauen“ und „Engagierte Stadt“ (wir berichteten). Die gemeinsam mit Partnern veranstalteten Events wie „Fest im Park“ mit dem VfL 08 und der „Lebenshilfe“ erfreuten sich bei den vielen Besucher/innen zunehmender Beliebtheit. Auch weiterhin erfordere die vielschichtige Arbeit in und für Herzberg viel engagierte Mitarbeit von Mitgliedern und Helfer/innen, so Wolfgang Drebing-Bachmann, der allen seinen Dank aussprach. Nach den Berichten der Kassenwartin und des Kassenprüfers erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig die Entlastung. Breiten Raum nahm die Diskussion über zwei in die Jahreshauptversammlung eingebrachte Themen ein. So wurde vorgeschlagen, dass die Vorstandssitzungen unter anderem regelmäßig und offen für alle Mitglieder stattfinden sollen. Zur Entlastung des Vorstandes sollten mehr Beisitzer gewählt werden. Hierzu nahmen die Vorstandsmitglieder reihum Stellung. So sei die Zukunftswerkstatt aus einer losen Zusammenarbeit von Gleichgesinnten entstanden. Aus finanztechnischen Gründen (Erstellung von Spendenbescheinigungen und Beantragung von Fördermaßnahmen) sei dann der Verein gegründet worden, dem gut 50 Personen beitraten. Rund 75 weitere „Mitstreiter/innen“ blieben der Zukunftswerkstatt ohne eine „de facto“ Mitgliedschaft treu. Sie engagieren sich auch heute noch in der Mitarbeit. Grund für diese Diskrepanz sei die „Unlust“ an einem „Vereinsleben nach Satzung“ gewesen, so die Mitgründerin Gesine Langenkamp. Dieser Grundeinstellung habe man dadurch Rechnung getragen, dass man in dem Verein möglichst locker agiere und mit nur vier Mitgliedern im Vorstand bislang gut auskomme. Dies würde auch für viele den „Charme“ des Vereins ausmachen. Eine Abfrage bei den Anwesenden ergab, dass zu den Themen eine außerordentliche Versammlung einberufen werden soll.

Wahlen:
1. Vorsitzender: Wolfgang Drebing-Bachmann;
2. Vorsitzende: Gesine Langenkamp;
Kassenwartin: Lena Schaumann und Beisitzerin: Helga Mädrich (alle Wiederwahl);
Rechnungsprüfer: Nils Burgdorf.

Für das Jahr 2016 stellte Wolfgang Drebing-Bachmann eine Vielzahl regelmäßig stattfindender Vorhaben wie unter anderem das Erzählcafé, Gärtnern in der Gemeinschaft, Deutschkurse, Nähkurs und Fahrradwerkstatt. An Terminvorhaben nannte er Umwelttag Herzberg (12.03.), Lernbesuch „Engagierte Stadt“ (25.04.16) und Fest im Park (mit VfL und Lebenshilfe, 24.06.). Eine Fülle von Ideen wie Kräuterführungen, Herzberger Samstage, Seniorenheimbesuche, Reparaturen und neue Beschilderungen warten auf Umsetzung und „Helfende Hände“, so Wolfgang Drebing-Bachmann.

 

Fotos und Text: Beier, Harzkurier

Hilfsbereitschaft, Herzlichkeit und großes Engagement

Aktive Flüchtlingshelferinnen und Helfer erzählten von ihrer Arbeit

Im Rahmen mehrerer Vorhaben engagierten sich Mitglieder der Zukunftswerkstatt Herzberg e.V. schon vor Beginn des großen Aufkommens an Flüchtlingen in der Flüchtlingsarbeit (wir berichteten). Seitdem haben die Mitglieder und zahlreiche Interessenten alle Hände voll zu tun, um diesen Menschen den Einstieg in ihr neues Leben in Herzberg zu vereinfachen. Da wie angekündigt seit Anfang Februar viele neue Flüchtlingsfamilien mit insgesamt 70 Personen – darunter zahlreiche Kinder - nach Herzberg gekommen sind, lud die Zukunftswerkstatt alle Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingsarbeit aus diesem Anlass zu einem Treffen ein. Ziel der Veranstaltung am Donnerstagabend im Gemeindesaal der katholischen Kirche sollte es unter anderem sein, neue Herausforderungen aus der aktuellen Situation zu diskutieren und praktikable Lösungsangebote anzubieten. „Jeder kümmert sich auf seine Weise um die Flüchtlinge, “ so Wolfgang Drebing-Bachmann, der 1.Vorsitzenden der Zukunftswerkstatt, in seiner Begrüßung. Man wolle unter anderem die Veranstaltung auch dazu zu nutzen, dass die Ehrenamtlichen sich gegenseitig über ihre Arbeit und ihre Erfahrungen informierten. „Was die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer/innen leisteten, kann keine Behörde schaffen, “ sagte Bürgermeister Lutz Peters in seinem Grußwort.

Mit der Fusion sei der neue Landkreis und nicht mehr die Stadt der Kontaktpartner. Für den Fall, dass es dabei zu Friktionen kommen sollte, bat Peters um Toleranz und Verständnis. Die Schilderung von 14 Tätigkeitsfeldern durch Helferinnen und Helfer moderierte Lena Schaumann von der Zukunftswerkstatt unter der Überschrift „Die Vielfalt macht`s!“ Beim Thema „Begleitung ab dem Ankunftstag“ wurde der Ablauf von dem Anruf „Sie sind am Bahnhof!“ unter anderem über die Einweisung in die vorbereitete Wohnung (mit Hinweis zur Mülltrennung) bis hin zu späterer Begleitung zu Behördengängen vorgestellt. Dazu gehörte auch das Thema „Dolmetscher“, die ebenfalls ehrenamtlich arbeiten. „Hilfen bei der Unterbringung“ leisten die Kreiswohnbau und private Vermieter. „ALZ“ Herzberg (von den Flüchtlingen schon „Boutique“ genannt) unterstützt mit dem wichtigsten Mobiliar und Haushaltsgegenständen. Da die Stadtverwaltung vorausschauend plane, gebe es keine Wohnungsknappheit, so Lena Schaumann. Breiten Raum nahm auch das Thema „Deutschunterricht“ ein. Da es in Herzberg zahlreiche Lehrer/innen im Ruhestand gibt, die gerne unterstützten, gebe es außer den Schriftzeichen nicht viele Probleme, so die Unterrichtenden.

Zu den weiteren Themen „Kinderbetreuung“, „Hilfen bei Kleiderspenden“, „Hauptschulkurs“, „Koordinierungsstelle des Landkreises“, „Freizeitangebote“ (mit Mobilität, Gemeinschaftsgärtnern und Nähkurs), „Alphabetisierung und Deutsch in Familien“ und „Vereinskontakte“ schilderten die zuständigen Ehrenamtlichen ihre Arbeit, ihr Vorgehen und viele kleine anrührende Alltagsgeschichten. Als „Ansprechpartner der Stadt“ ging Fachbereichsleiter Michael Nienstedt unter anderem auf die Kinderbetreuung und die Wohnungslage ein. So gebe es derzeit noch Optionen auf 30 Wohnungen. Für März seien noch 30, von April bis Dezember 2016 noch rund 150 Flüchtlinge avisiert, so Nienstedt. Nach der Fusion würden sich für die Flüchtlinge längere Wege ergeben, da Herzberg dann kein Sozialamt mehr habe. Da die Zeit für die Einhaltung des geplanten Ablaufs zu knapp geworden war, beschränkten sich die Organisatoren auf das Sammeln von weiteren Anregungen und Kritikpunkten. Insgesamt gab die Veranstaltung allen Teilnehmer/innen wichtige Einblicke in die unterschiedlichen selbstgewählten Aufgabenbereiche und in den Umgang mit Flüchtlingen. Sollte es mal ein Problem geben, so kann eine für Herzberg halbtags beim Landkreis tätige Flüchtlingssozialarbeiterin helfen.

Fotos und Text: Beier, Harzkurier

Gemalte Erinnerungen an Syrien

Abdulkarim Hassan stellte Kunstwerke in einer Vernissage vor

Bis sie nach ihrer Flucht aus Syrien in Herzberg endlich die ersehnte Sicherheit und Ruhe fanden, mussten Abdulkarim Hassan (35 Jahre alt) und seine Frau Amira eine zweijährige Odyssee erdulden. Auf der Flucht vor Terror und Bombenangriffe, die ihr Haus dem Erdboden gleich gemacht hatten, landeten die beiden nach einer kleinen Weltreise im Oktober 2015 in Herzberg. Hier bezogen sie eine kleine Wohnung von der Kreiswohnbau. Durch einen Zufall lernte Abdulkarim Hassan Lena Schaumann von der Zukunftswerkstatt kennen. „Im Vergleich zu der Mehrzahl der anderen Flüchtlinge fragte er – mit Hilfe eines Dolmetschers - nicht nach Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten. Vielmehr interessierte es ihn, ob es in Herzberg eine Kunst-Galerie gebe, “ erinnert sich Lena Schaumann.

Nach seinen Angaben hatte Abdulkarim Hassan in Damaskus eine eigene Galerie und konnte von dem Verkauf seiner Werke gut leben. Mitnehmen konnte er außer Abbildungen auf seinem I-Phone nur die Erinnerungen an seine Heimat. Gerne war die Zukunftswerkstatt bereit, ihm eine Starthilfe zu geben. Als wichtigsten Rat wurde ihm empfohlen, einen Fundus an Malereien zu erstellen, um sie dann in einer Vernissage der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. In einem ersten Schritt funktionierte der Flüchtling deshalb einen Teil des Wohnzimmers in Herzberg zu einem Atelier um. Auf der Suche nach Materialien erstellte er unter anderem aus Pappkartons und Stoffresten sowie aus diversen Papierresten die Grundlagen für seine Malereien.

Mit Blei- und Kohlestiften begann er zunächst seine Arbeit. Als er von einer Facebook-Bekanntschaft dann unter anderem Öl-, Pastell- und Aquarellfarben geschenkt bekam, gab es für Abdulkarim Hassan kein Halten mehr. Bisher hat er über 50 Werke erstellt. Darunter finden sich Ansichten aus seiner Heimatstadt Damaskus, arabische Motive, Portraits und zahlreiche andere Motive. Dabei sind manche Techniken wie die teilweise schwachen Farben, die zu den Seiten verfließen und mögliche Aussagen der Bilder, die hinterfragt werden müssen, für europäische „Augen“ eine Herausforderung. Abdulkarim Hassan und einen Teil seiner Arbeiten konnten interessierte Besucher/innen am vergangenen Samstag im Rahmen einer Vernissage im Laden der Zukunftswerkstatt in der Hauptstraße kennenlernen.

Neben Mitgliedern der Zukunftswerkstatt konnte Gesine Langenkamp in Vertretung des erkrankten Wolfgang Drebing -Bachmann auch Förderer, Sponsoren und Kooperationspartner der Zukunftswerkstatt begrüßen. Nachdem Lena Schaumann noch etwas zur Historie allgemein erzählt hatte, stellte sich Abdulkarim Hassan – über eine Dolmetscherin – interessierten Fragen. Wer einen Blick auf die ausgestellten Werke im Laden der Zukunftswerkstatt werfen möchte, hat dazu am kommenden Mittwoch und Donnerstag von 17.00 bis 18.00 und am kommenden Samstag von 10.00 bis 12.00 Uhr die Gelegenheit.

Fotos und Text: Beier, Harzkurier

"Von Damaskus nach Herzberg" - Vernissage und Ausstellung des Künstlers Abdulkarim Hassan

Der 35jährige syrische Künstler Abdulkarim Hassan wohnt seit Herbst 2015 mit seiner Frau in Herzberg. Zuvor waren sie zwei Jahre auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien, bis sie in Herzberg ankamen und in eine kleine Wohnung der Kreiswohnbau einziehen konnten.

 

Abdulkarim hat sogleich das Wohnzimmer zu einem Atelier umgestaltet und hat in den ersten vier Monaten schon mehr als 50 Gemälde erstellt. Er und seine Frau sind dankbar dafür in einem Land angekommen zu sein, in dem Frieden herrscht und die Bewohner sie freundlich aufgenommen haben. Die beiden fühlen sich in Herzberg wohl und haben schon viele Menschen getroffen, die sich von dem jungen Künstler porträtieren ließen.
In Syrien hatte Abdulkarim Hassan eine eigene Galerie und er konnte von seiner Kunst leben. Seine Werke wurden in Damaskus und Kairo gezeigt. Mit 300 syrischen Kindern aus den Kriegsgebieten hat er deren Erlebnisse künstlerisch verarbeiten lassen.
Mit Ausweitung des Bürgerkrieges wurden auch die Künstler verfolgt und mussten um ihr Leben fürchten. Seine Bilder wurden größtenteils zerstört, es erinnern nur noch Abbildungen auf seinem Smartphone und auf seiner Facebookseite daran.
Jetzt möchte Abdulkarim an die Öffentlichkeit gehen und einige seiner in Herzberg entstandenen Bilder ausstellen.
Gezeigt werden Darstellungen seiner Heimatstadt Damaskus, Landschaftsbilder, Porträts und Aktdarstellungen.

Wir freuen uns auf viele interessierte Besucher!

 

Die Veranstaltung findet am kommenden Samstag, dem 13. Februar 2016 um 10.00 Uhr im Laden der Zukunftswerkstatt Herzberg, Hauptstraße 58, statt.

Weiteres Treffen engagierter Bürger/innen

In den Kleingruppen wurde intensiv über die Einzelthemen diskutiert

Bei der ersten Zusammenkunft zum Thema „Herzberg – Engagierte Stadt“ wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Stärken und Schwächen sowie Chancen und Fehlentwicklungen der Stadt Herzberg herausgearbeitet (wir berichteten). An dem Treffen am vergangenen Mittwochabend im Café der Seniorenresidenz Stiemerling nahmen auch „neue“ Interessierte teil.

Diesmal ging es darum, in Kleingruppen die von den Teilnehmer/innen als vordringlich gesehenen Themenbereiche zu konkretisieren. Als Moderator fungierte wieder Arthur Antons, Organisationsberater und ehemaliger Schulleiter der Wartbergschule in Osterode. In seiner Begrüßung ging Wolfgang Drebing-Bachmann, 1.Vorsitzender der Zukunftswerkstatt und Projektleiter, auf Gespräche nach dem ersten Treffen ein.

Arthur Antons erläuterte die Aufzeichnungen

So sei Herzberg für das Projekt „Engagierte Stadt“ unter anderem auch ausgewählt worden, weil sich hier schon seit längerem Menschen für die Stadt und ihre Bewohner engagieren würden. Die zur Verfügung gestellten Fördermittel würden korrekt nach den Bestimmungen für die ausgewiesenen Maßnahmen und nicht für Einzelinteressen eingesetzt, so Drebing-Bachmann. Bevor es an die Arbeit in Kleingruppen ging, rief Arthur Antons zunächst die erarbeiteten Themenbereiche ins Gedächtnis. Als besonders positiv waren genannt worden: Natur und Umgebung, soziales Umfeld, gute Infrastruktur, kulturelle Angebote, vielfältige Arbeitsplätze und Marktangebote. Als negativ waren festgehalten worden: Leerstände, Gastronomie, Jugendangebote, „Nörgelkultur“ und Altersstruktur. Als Möglichkeiten standen im Raum: Begegnung Jung und Alt, Begegnungsstätten, Belebung der Fußgängerzone, Integration von Neubürgern und außergewöhnliche Geschäftsideen. Als Gefahren wurden bezeichnet: Zunehmende Vereinsamung, Abwanderung, wegbrechende Infrastruktur und weiterer Anstieg der Leerstände.

Beim Aussuchen der Schwerpunkte

Von den Teilnehmer/innen wurden vier Themenbereiche ausgewählt, die sie vorrangig ausarbeiten wollten. Dies waren „Begegnungsstätten und Jung und Alt“, „Belebung der Fußgängerzone – außergewöhnliche Geschäftsideen“, „Jugendangebote“ und „Integration von Neubürgern“. Jeweils eine „Sekretärin“/ ein „Sekretär“ hielten die in den Arbeitsgruppen im Brainstorming ermittelten Stichworte zu dem jeweiligen Thema schriftlich fest. Nach mehrfachem Wechseln – jeder sollte sich zu den Themen äußern können – wurde nach personellen und materiellen Ressourcen gefragt, ohne die eine Umsetzung der Ideen nicht möglich ist. Diskutiert wurde dabei auch über Planungsschritte, bevor nach einem Realitätsscheck die Ergebnisse der Gruppenarbeiten vorgestellt wurden. Beim dritten Treffen (am 02.03.16) sollen diese weiter vertieft werden. „Es hat allen wieder großen Spaß gemacht und für die Stadt Herzberg hat es viele durchdachte Anregungen gegeben, “ freuten sich die Organisatoren, die sich für die nächste Veranstaltung weitere Interessenten wünschen. (Fotos und Bericht: Paul Beier, Harzkurier)

Gegen Langeweile und für Kontakte

Flüchtlingsfrauen treffen sich zum Nähen. Nach der körperlichen Erholung von der teilweise sehr beschwerlichen und nicht ungefährlichen Flucht aus ihren Heimatländern wollen viele Flüchtlinge etwas tun, um sich auch geistig und seelisch zu erholen. Nur in ihren Unterkünften sitzen oder in der Umgebung spazieren gehen reicht ihnen nicht aus. So kamen Mitglieder der Zukunftswerkstatt auf die Idee, in der derzeit nicht genutzten Nähstube der Stadt Herzberg (über dem Standesamt) einen „Nähtreff“ für Flüchtlingsfrauen zu organisieren. Zweimal in der Woche treffen sich zwischen sieben bis elf Flüchtlingsfrauen in der Nähstube zum Nähen aber auch, um sich – noch mit Händen und Füssen – zu unterhalten. Sie stammen aus Syrien, Albanien, der Ukraine, dem Sudan und dem Irak. Unter Anleitung von der Neubürgerin Dora Maravic, die mit Ehemann und Sohn in Herzberg eine neue Heimat gefunden hat, schneidern und nähen sie nützliche und hübsche Sachen wie Kopfkissenbezüge für ihre Angehörigen. Unter anderem ändern sie auch nicht passende gespendete Bekleidung. Unterstützt werden sie dabei auch von Erika Weigmann und Rita Füllgrabe von der Zukunftswerkstatt. Neben dem Erlernen und Verbessern von Nähkenntnissen eignen sie sich dabei auch Grundbegriffe der deutschen Sprache an. Zur Verfügung stehen mehrere gespendete Nähmaschinen und diverse Stoffe und Stoffreste. Auch wenn man sich sprachlich noch nicht so richtig verstehen kann, menschlich kommt man sich näher und vergisst für einige gemeinsame und auch lustige Stunden die bedrückende Vergangenheit und die noch ungewisse Zukunft. bei

Bürger legten Streuobstwiese an

 

Die Zukunftswerkstatt initiierte die Pflanz-Aktion im Rahmen des Programms Engagierte Stadt. Mitglieder, Schüler, Flüchtlinge und Kooperationspartner beteiligten sich.

Herzberg. Im Rahmen des Programms Engagierte Stadt haben Mitglieder der Zukunftswerkstatt mit Schülern der Europaklasse des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums (EMAG), der Sprachlernklasse der Oberschule sowie mit Flüchtlingen und Kooperationspartnern am alten Forsthaus „Am Weinberg“ Apfelbäume gepflanzt. „Mit dieser Aktion wollen wir ein sichtbares und nachhaltiges Symbol für unsere engagierte Stadt setzen und zeigen, dass sich mit einem interkulturellen sowie generationsübergreifenden Miteinander die Zukunft gestalten lässt,“ so der Vorsitzende der Zukunftswerkstatt Wolfgang Drebing-Bachmann. Von Egon Stützer, dem Besitzer des Grundstücks, hatte Lehrer Christoph Böning-Spohr das Einverständnis zu der Pflanzaktion erhalten. „Das Grundstück war früher der Weinberg des Welfenschlosses, “ erklärte Christoph Böning-Spohr. Es sei eine ökologisch wertvolle Fläche mit alten Bäumen. Die Aktion begleiteten auch Dr. Sigrid Vogel, Koordinatorin des Projektes Karstwanderweg, und die Leiterin des EMAG, Brigitte Götz.

 

Während Mitglieder des Esperanto-Centro Herzberg sich am Baumpflanzen beteiligten, informierte Klaus König vom Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V. über zukünftige Unterstützungsangebote. Der Verband werde nach der Landkreisfusion im kommenden Jahr unter anderen Initiativen unterstützen, die Streuobstwiesen betreuen. Im März 2016 werde der Verband zu einer entsprechenden Informationsveranstaltung einladen, blickte Klaus König voraus. In Dreier-Teams, bestehend aus Schülern, Baumpaten und Flüchtlingen, wurden 31 Bäume in die vorbereiteten Löcher gepflanzt. Hinzugefügt wurde jeweils ein Zettel mit einem Wunsch wie Liebe, Frieden oder Verständigung. Mit dem von Mitgliedern der Zukunftswerkstatt gepressten Saft aus Äpfeln der Region wurden die Arbeiten besiegelt und der Durst gestillt.

 

Foto und Bericht: Paul Beier, Harzkurier

Dankeschön mit musikalischen Impressionen

Die Künstler Lena Gardell und Andreas Braun auf der Bühne mit Charlotte Weber.

Ein großes Dankeschön für die bisherige Spenden - und Hilfsbereitschaft wurde am gestrigen Mittwoch, dem 28.10.2015, auf besondere Art und Weise ausgesprochen. Gemeinsam veranstalteten Zukunftswerkstatt, Engagierte Stadt und Demokratie leben! einen musikalischen Abend für die Spenderinnen und Spender des Flüchtlingsprojektes. Neben diesen engagierten Bürgern waren auch Herzberger Flüchtlingsfamilien geladen, so dass sich der Rittersaal des Schlosses gut füllte und es zahlreiche Möglichkeiten gab, sich besser kennen zu lernen. Die schwedisch-deutschen Interpreten Lena Gardell (Vocal, Tanz) und Andreas Braun (Piano, Gitarre, Akkordeon) unterhielten

Die Künstler tanzten und musizierten gemeinsam mit den SpenderInnen und Flüchtlingen.

das Publikum mit einer großen Bandbreite überwiegend skandinavischer Improvisationen, welche mal volkstümlich, mal klassisch, mal jazzig arrangiert wurden und die Gäste zum Mitmachen einluden, so dass im zweiten Teil der Veranstaltung auch gemeinsam getanzt wurde. Zum Smalltalk in der Pause bestand einmal mehr die Gelegenheit, den Refujuice zu genießen. 

Kulturfest für ein offenes Miteinander

Gestern, am 17.10.15, fand das von der Initiative Bunt statt Braun veranstaltete Kulturfest für ein offenes Miteinander auf dem Herzberger Marktplatz statt. Auch die Zukunftswerkstatt nahm mit einem eigenen Stand teil. Zum Verkauf angeboten wurde der kürzlich in der Mosterei Malus in Silkerode produzierte Refujuice; aufgrund des kühlen Wetters entwickelte sich vor allem der erhitzte Saft zum Renner. Mit eigenen Ständen vertreten waren die Hauptschule Neustädter Tor aus Osterode sowie das Esperanto Centro, die Pfadfinder, der Alevitische Kulturverein und Bunt statt Braun, zu denen die Zukunftswerkstatt Herzberg bereits Kontakte pflegt. Die kulturellen Darbietungen zeigten sich mit den Linedancern aus Scharzfeld, der Gale-Band aus Herzberg, Only Pretending und dem Interkulturellen Orchester Göttingen ebenfalls als bunte Mischung.  

Mit diesem tollen Etikett wird der Refujuice an die Frau und den Mann gebracht. Geerntet wurden die Äpfel gemeinsam mit Flüchtlingen und Neubürgern in Herzberg, verarbeitet wurden sie in der Mosterei Malus aus der nahegelegenen thüringischen Partnerortschaft Silkerode.

Interkulturelle Apfelernte für den "Refujuice"

Herzberger Bürgerinnen und Bürger haben am vergangenen Freitag gemeinschaftlich acht Apfelbäume der städtischen Obstallee an der Juesholzstraße abgeerntet. An dieser Aktion der Zukunftswerkstatt Herzberg e. V. beteiligten sich 24 Menschen im Alter von 5 bis 75 Jahren, unter ihnen 10 neue Mitbürger aus fünf verschiedenen Ländern: Brasilien, Polen, Serbien, Bulgarien und Albanien. Obwohl starker Regen einsetzte, konnten ca. 1.200 Kilogramm zum Transport nach Silkerode aufgeladen werden. In der Mosterei Malus dieser thüringischen Nachbargemeinde wird von den geernteten historischen Apfelsorten Kaiser-Wilhelm und Jakob Lebel ein schmackhafter Apfelsaft mit dem Namen „Refujuice“ – eine Abkürzung aus Refugee (Flüchtling) und Juice (Saft) – hergestellt. Hiermit wird eine Idee des Mostereibesitzers Ingmar Dalchow umgesetzt. Je verkaufter Flasche kommen 20 Cent der Integration von Flüchtlingen zugute. Am Samstag, den 17. Oktober, wird beim nachmittäglichen Kulturfest auf dem Herzberger Marktplatz der Refujuice erstmalig ausgeschenkt. Die Herzberger Flüchtlingsband trägt bei diesem Fest mit ihrer Gypsie-Musik zur Unterhaltung bei.   (Harzkurier 13.10.2015)

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